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Wasser
Aktuelles zum Trinkwasser:
Das Leitungswasser ist nach einem Bericht des ARD-Magazins "Report München" vom 04.08.08 in manchen Regionen Deutschlands stark mit Uran belastet. Dem Magazin liegt eine Studie der Verbraucherorganisation Foodwatch vor, derzufolge der Anteil des giftigen Schwermetalls in 150 von 8000 Proben über dem Richtwert des Umweltbundesamtes von zehn Mikrogramm pro Liter lag. In manchen Gemeinden seien es mehr als 20 Mikrogramm gewesen, hieß es.
Uran - woher?
Uran kommt in der Erde vor. Indem Grundwasser durch uranhaltiges Gestein fließt, nimmt es Bestandteile des Metalls auf. Uran gelangt also nicht durch Umweltverschmutzung in das Wasser. Besonders Säuglinge und Kleinkinder reagieren empfindlich auf das Schwermetall............
Gibt es Grenzwerte?
........deshalb wurde vor drei Jahren der Grenzwert für Uran in Mineralwasser, das für Säuglingsnahrung geeignet ist, gesetzlich vorgeschrieben. Mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter darf ein derartiges Wasser nicht mehr enthalten. Nur wenn der Grenzwert von 2,0 Mikrogramm nicht überschritten wird, darf Mineralwasser mit der Aussage „für Babynahrung geeignet“ deklariert werden. Doch das Mineralwassergesetz für Säuglinge gilt nicht für Leitungswasser.
Es steht in der Trinkwasser-Verordnung, dass vom Trinkwasser keine gesundheitliche Gefährdung ausgehen darf. Dafür müssen die Kommunen im Rahmen ihrer Daseinsaufgaben Sorge tragen. Es gibt allerdings den vom Umweltbundesamt vertretenen Leitwert von 10 Mikrogramm Uran pro Liter Trinkwasser. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in einer Trinkwasserrichtlinie einen Wert von 15 Mikrogramm pro Liter als tolerierbare Aufnahmemenge festgesetzt, also noch über den Werten des Umweltbundesamtes. Der Richtwert der WHO sagt aus, dass man diese Menge Uran ein Leben lang aufnehmen kann, ohne Schäden davon zu tragen.
Zu Ihrer Beruhigung:
Wir, die Stadtwerke Erftstadt, beziehen das Trinkwasser für unsere Kunden (unser Versorgungsgebiet) von RWE Power. Diese fördern "unser" Trinkwasser im Wasserwerk Dirmerzheim (Grundwasser zwischen Kierdorf und Wissersheim) zutage und speisen es dann in das Erftstädter Wasserleitungsnetz ein.
Wir reagieren auf wichtige Nachrichten sofort!
RWE Power wird am Montag, den 11.08.2008, in einer von uns aktuell beauftragten Trinkwasseranalyse den Urangehalt vor Einspeisung ins Leitungsnetz feststellen. Da es ein aufwendiges Analyseverfahren ist, werden uns die Werte erst zum 14. oder 15.08. vorliegen.
Wir halten Sie auf dem Laufenden. Die Werte können Sie dann hier abrufen, telefonisch erfragen: 02235 / 409-868 oder 02235 / 409-840 oder per eMail anfordern: matthias.pieck@erftstadt.de oder brigitte.stegh@erftstadt.de
Das Ergebnis: 0,01 Mikrogramm/Liter
(hier können Sie die offizielle Pressemitteilung lesen)
Externe Links
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Zur Sendung ARD-Magazin "Report München" vom 04.08.2008 wurden diese Links veröffentlicht, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:
- Foodwatch
Hier finden Sie die Datenerhebung der Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch. Hier finden Sie auch die Werte der einzelnen Bundesländer
www.foodwatch.de - Umweltbundesamt
Wie gut ist die Qualität des Trinkwassers in Haushalten mit Kindern? Weitere Ergebnisse aus dem bundesweiten Kinder-Umwelt-Survey (KUS) des Umweltbundesamtes.
www.umweltbundesamt.de - Bundesinstitut für Risikobewertung
BfR empfiehlt die Ableitung eines europäischen Höchstwertes für Uran in Trink- und Mineralwasser.
www.bfr.bund.de
- Informationen zur Sendung von "Report München".
- Recherchen von Report München zu Uran im Trinkwasser.